01.07.2018

Das Ende des KGV Feierabend

 

 

 

 

Am gestrigen Samstag ist der Vorstand des KGV Feierabend gesammelt zurückgetreten - als Begründung wurde angegeben, dass selbst die Vorstandsmitglieder inzwischen Gärten in anderen Kleingartenvereinen haben.
Da sich aus den eigenen Reihen niemand bereit erklären wollte, die Posten neu zu besetzen, hat als Konsequenz nun der Bezirksverband (dessen Vorstandsmitglieder praktischerweise vorher alle noch Vereinsmitglieder wurden) den Vereinsvorsitz offiziell übernommen.

Es ist den KleingärtnerInnen nicht zu verübeln, wenn Sie auf diese Scharade keine Lust mehr haben - hat man seit dem Entzug der Verwaltungsvollmacht im November 2016, sowieso nur noch eingeschränkte Handlungsbefugtheit und wurde ohnehin nie in die Verhandlungen mit der Stadt miteinbezogen.
Bis heute gibt es keine offizielle Zahl der Umzugswilligen auf die Ersatzfläche (welche ab dem 01. Juli nun angepachtet und bald vorbereitet werden soll), wahrscheinlich, weil es (so gut wie) keine gibt!
Was nun umzieht ist nur noch der Name des Vereins, keine (oder ein, zwei) Mitglieder, kein Vereinsvorstand, das ist absurd und pure Augenwischerei.

"Liebe" Stadt und BV, man kann einen Kleingartenverein eben nicht einfach so umsiedeln, ein über Jahrzehnte lang gewachsenes und liebevoll gestaltetes Stück Natur ist nicht zu ersetzen!
Eine leere Parzelle ohne Blumen, Bäume, Laube, Wege, Hecken, Einfassungen, etc. ist mitnichten ein Nutz- und Ziergarten mit Erholungsfunktion, wofür man Kleingärtner sein will. Daher wird es in unseren Augen auch mehr als schwer Interessenten zu finden, die aus einem Ackerstück schwarzer Erde mit viel Zeit, Kraft und Geld etwas schaffen wollen/können.

So endet Politik, die am Bürger, bzw. betroffenem Laubenpieper vorbei gemacht wird. - Nicht ein einziges mal wurden die KleingärtnerInnen mit ins Boot geholt und nach ihren Bedürfnissen/Wünschen gefragt.
Die Vereinsmitglieder wurden immer nur in Kenntniss gesetzt, wenn etwas unwiderruflich beschlossen wurde, ein Dialog (auch nicht mit dem Vorstand) fand nie statt.

Also nicht wundern, wenn Sie nächstes Jahr am Hohnhorstsee spazieren gehen und 2 einsame Menschen auf dem Acker arbeiten sehen - so sieht laut Stadt ein gelungenes Projekt aus!

16.01.2018
Bürgerbeteiligung und Feinstaub

Die letzte Runde Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan für die Fläche des KGV Feierabend ist beendet,

und wieder einmal haben wir mit fleißiger Unterstützung eine 35 Seiten starke Liste von Einwendungen und Bemerkungen eingereicht (einzusehen in der PDF oben links).

Während wir auf die Auswertung warten, geht es nächste Woche erstmal weiter mit dem Thema Feinstaub im Auschuss für Umweltschutz der Stadt Lehrte. - siehe Termine

10.12.2017

Der Tag der Wahrheit, ist gekommen!

 

Die Vereinbarung, zwischen Stadt und BV, zur Abwicklung des KGV Feierabend, ist nun veröffentlicht und am Mittwoch mehrheitlich im Rat beschlossen worden - danke an die Piratenpartei Lehrte und DIE LINKE.Lehrte/Sehnde, für Ihre Gegenstimmen und Ihr Engagement für die KleingärtnerInnen!

 

Und was sollen wir sagen? - Tja, kaum möglich, aber unsere Erwartungen zu einem fairem und sozialen Umgang, mit den (zur Aufgabe ihrer Gärten gezwungenen) KleingärtnerInnen, sind tatsächlich unterboten wurden...

Nach unserem Rechtsverständnis, wird mit dem Auflösungsvertrag eine Enteignungsentschädigung, die gemäß §11 (1) BkleinG, sowie § 96 BauGB (1) .3 in unserem Fall (Kündigung des Gartens wegen Bebauung) zusätzlich zur Wertermittlung zu leisten ist, umgangen.

Selbstverständlich, steht es einem frei, den Auflösungsvertrag auszuschlagen und mit einer Kündigung die Regelungen des BKleinG in Anspruch zu nehmen, in dem Fall wird aber schon vorsorglich darauf hingewiesen, dass man für die Beräumung seines Gartens selber aufkommen muss (rechtlich höchst umstritten).

 

Die „Vereinbarung“ ist überhaupt nicht praxisfähig und die soziale Verantwortung, gegenüber den betroffen Laubenpiepern - die mit dem Beschluß, einen Kleingartenverein zu bebauen eingegangen wurde - wird vollkommen außer Acht gelassen.

Dazu ein einfaches Rechenbeispiel: es werden Erfahrungswerte von 7 – 8€ pro qm angesetzt, nimmt man den Mittelwert von 7,50€ pro m² und einen normal großen Garten von 400m², dann ergibt sich eine Entschädigungssumme nach Wertermittlung von gerade mal 3.000€.

Mal angenommen, man ist bereit auf die neue Fläche umzusiedeln, dann kommen dazu 2.000€ Zuschuss (zweckgebunden für den Bau einer neuen Laube), insgesamt also im Schnitt 5.000€. - Der Herstellungswert einer Laube, liegt aber, tatsächlich bei 8.000 – 10.000€.

Umzugskosten, erforderlich werdende Neuanpflanzungen (denn nicht jede Pflanze kann ausgegraben und mitgenommen werden – sowie Bäume, große Gehölze, Pfahlwurzler), die Einzäunung der Parzelle, etc. sind nicht berücksichtigt.

Ergo: Die Kleingärtner werden nicht nur Ihres alten florierenden Gartens beraubt, sondern werden so oder so auch noch ein Minusgeschäft eingehen.

 

Unseres Erachtens, müssen dringend konkrete Zahlen, zur Umzugsbereitschaft unter vorgenannten Bedingungen ermittelt werden, denn das Kostenrisiko für die neue Pachtfläche trägt letztendlich der Verein, bzw. über Umlage die Mitglieder – bei einer zur Hälfte verpachteten Fläche, bedeutet dass eine doppelt so hohe Pacht.

Uns stellt sich auch die Frage, wie für 10.000€ ein Auftrag zum Bau von 2 Lauben vergeben werden soll? Die Vorstellung auf diesem Weg die Kolonie sukzessive voll verpachten zu können, ist eher Wunschdenken als Realität, denn die Erfahrung zeigt, der gemeine Interessent hat: A)wenig Geld, und B)wenig Lust einen kompletten Garten neu anzulegen.

 

Sollte sich die Vermutung, dass im allgemeinen kein Umzugsinteresse besteht, anhand einer Abfrage bestätigen, dann muss dringend nachverhandelt und von einer „Geisterkolonie“ abgesehen werden. Ein Teil, der dadurch eingesparten Summe, sollte an alle gekündigten Kleingärtner weitergegeben werden. Letztendlich, geht es hier nicht nur um den zu ermittelnden Sachwert eines Gartens, sondern vielmehr um den Stellenwert des Menschen /bzw. der zur Aufgabe ihres Gartens gezwungenen KleingärtnerInnen, die mit fast leeren Händen und ohne Laubendach über dem Kopf, im Regen stehen gelassen werden...

Dies ist eine Vorschau der "Vereinbarung", hier geht es zur PDF in Lesequalität!

12.11.2017

Ungewissheit...

 

Seit 14 Monaten laufen nun schon die Planungen, den KGV Feierabend in Bauland umzuwandeln.
Die KleingärtnerInnen haben bis zum heutigen Tag, weder von Seiten des Bezirksverbands Lehrte, noch von der Stadtverwaltung gehört, was ein mögliches Aus des Kleingartenvereins an Ort und Stelle konkret für Sie bedeutet.
Jeder Garten wird individuell geschätzt, soviel ist klar, aber was ist mit der (gesetzlich vorgeschriebenen) Enteignungsentschädigung? - Der Informationsfluß in Richtung der betroffenen ist einfach nicht gewollt, (wohl auch in der Hoffnung Geld sparen zu können).
Die sogenannte "Bürgerbeteiligung" ist eine einzige Farce, macht man sich die Mühe seine Bedenken zu Papier zu bringen, so werden diese in der Regel als nicht relevant eingestuft und es wird heiter weiter verfahren. - Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Ratssitzungen etwas von einer geschlossenen Gesellschaft haben und nur wenige Betroffene zugegen sind (hat man doch das Gefühl, Anwesenheit und Meinungsäußerung sind gar nicht erwünscht).
Das En­ga­ge­ment der Piraten und den LINKEN wird selbstverständlich durchaus positiv wahrgenommen und auch sehr geschätzt.
Für uns Laubenpieper geht es langsam ans Eingemachte und von warmen Worten seitens der Stadt Lehrte -vor allem der SPD, die aus Gärten Bauland machen möchte, um ihr Wahlversprechen von 1000 Wohneinheiten zu realisieren- kann sich kein Kleingärtner etwas kaufen.
Auf der neuen Fläche wird es wohl keine Lauben geben, keine Wege und Beeteinfassungen, kein Rasen und keine Pflanzen, schlicht nichts außer 400 qm abgesteckter Acker. - Wie sollen Hartz 4 Empfänger, Rentner und sozial schwache Familien Gartenlauben bauen, den Umzug bezahlen und neue Pflanzen kaufen, etc.? Und was ist mit denen, die nicht auf eine Brachfläche umziehen wollen und Ihr grünes Glück lieber woanders suchen?
Es trifft mal wieder die, die eh nicht viel haben und sich nicht trauen aufzubegehren...

Zum Zeitungsartikel über die politischen Sitzungen dieser Woche: Manskestraße: Rat treibt Baugebiet voran

​​

03.11.2017

Nächste Woche wichtige Termine

Heute im Briefkasten gehabt, dem stimmen wir (ausnahmsweise😉) zu.
- Also kommt und bringt eure Bedenken und Vorschläge ein!

29.10.2016

Auswertung Bürgerbeteiligung und Gutachten online

 

Endlich, ist die Auswertung der Bürgerbeteiligung veröffentlicht wurden, sowie die schalltechnische Untersuchung, der Umweltbericht und die avifaunistische Kartierung, etc...
Alle Dokumente sind einzusehen im Sessionnet Lehrte

11.09.2017

Feinstaub in Lehrte - Erhalt unserer grünen Lunge

Wir sind froh verkünden zu dürfen, dass das Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper in Kooperation mit den Parteien der Piratenpartei Lehrte, DIE LINKE. Lehrte/Sehnde, der Siedlergemeinschaft Hohnhorst Lehrte e.V., sowie Anliegern des Kleingärtnervereins Feierabend in und um die Kleingartenanlage Feinstaubmessgeräte aufgestellt haben, um nachzuweisen, dass eine Bebauung unserer grünen Lunge schwerwiegende Konsequenzen hätte.

Unten seht ihr eine Vorschau der gemeinsamen Pressemitteilung, hier geht es zum Artikel in Lesequalität

und hier geht es direkt zu den Messstationen.

28.08.2017

Demo des Aktionsbündnis gegen Kleingartenzerstörung Hannover

Diesen Samstag große Demo in Hannover, wir wollen unsere Bündnispartner unterstützen!

Und laden auch euch alle ein zu kommen und mitzumachen - für eine grüne Stadt und den Erhalt aller Kleingärten!

27.08.2017

Viel Lärm um nichts -

die Infoveranstaltung im KGV Feierabend, hatte ihren Namen leider nicht wirklich verdient...


Trotz "prominenten" Besuchs des Bürgermeisters Klaus Sidortschuk, sowie des 1. Vorsitzenden vom Bezirksverband Lehrte der Kleingärtner Peter Heinze, haben wir betroffene KleingärtnerInnen kaum neue, bzw. konkrete Informationen bekommen.


Fest steht inzwischen, sollte es zu einer Bebauung der Kleingartenanlage kommen, dann sind dass düstere Zukunftsaussichten für uns KleingärtnerInnen. Es droht nicht nur der Verlust des geliebten Gartens, sondern auch eine finanzielle Einbuße.


Ist man bereit, auf die Ersatzfläche umzusiedeln (frühestens ende 2018), dann findet man sich auf einem leeren Acker wieder - ohne Laube, ohne Bäume, ohne Sträucher. Für die Freunde von Matsch und brauner Erde genau das richtige, aber für einen Kleingärtner der aus seinem grünen Paradies vertrieben wird, eher ein schlechter Witz.


Die wagemutigen Laubenpieper, die sich trotzdem für einen Umzug in die neue Kolonie entscheiden, werden dafür aber mit einer Starthilfe "bezuschusst" - diejenigen, die sich woanders einen Garten suchen möchten, aus Altersgründen aufhören, o.Ä. sollen leer ausgehen. Gerechtigkeit sieht in unseren Augen anders aus!


Nun heißt es wohl erstmal wieder abwarten (und weiter gärtnern), was in den nächsten Ratssitzungen beschlossen wird.
Der nächste Termin ist am Montag, 04.09. um 17 Uhr im Rathaus, weiter geht es dann am Mittwoch, 13.09. um 18 Uhr im Forum.
Die wohl wichtigste Ratssitzung wird mitte November statt finden, dort kommen die internen Pläne zu Entschädigung und Gestaltung der Ersatzfläche zur Vorlage, sowie die Abstimmung über die Änderung des Bebauungssplan.

Hier geht es zum Artikel "Kleingärtner wollen Sicherheit" der HAZ über die Infoveranstaltung

12.08.2017

Infoveranstaltung am 26. August

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schön, dass die KleingärtnerInnen endlich mal konkrete Informationen bekommen.

Vor einer möglichen Kündigung der Pächter, gibt es aber unseres Erachtens noch viele Fragen zu klären!

So ist die Beteiligung der Öffentlichkeit zur Änderung des Flächennutzungsplans noch nicht ausgewertet, der Rat hat die Bebauung nach wie vor nicht endgültig beschlossen, und vor allem die Auswirkungen auf die ansässige Tierwelt in den Kleingärten wurde bisher kaum berücksichtigt.

Um ein Beispiel zu nennen, gemäß Bundesartenschutzgesetz sind Teichfrösche und Teichmolche (die nachweislich in vielen Biotpen auf den Parzellen leben) besonders geschützt - diese Tiere dürfen weder gefangen, getötet oder verletzt werden!

01.05.2017

Es tut sich wieder was...

Der von Kleingärtnern für Anwohner organisierte Infostand zur aktuellen Lage des KGV Feierabend e.V. Lehrte war ein voller Erfolg. Viele interessierte, sowie besorgte und verärgerte NachbarInnen waren zu besuch, haben Ihrem Unmut über das geplante Bauvorhaben Luft gemacht und sich mit den Laubenpiepern ausgetauscht.

Politische Vertreter der Linken und der SPD waren ebenfalls vor Ort und haben sich den Fragen der AnwohnerInnen und KleingärtnerInnen gestellt.
Ein besonderen Dank an dieser Stelle nochmal an die Piratenpartei Lehrte für deren Unterstützung zum Erhalt der Kleingartenanlage an Ort und Stelle!

Die HAZ berichtete mit dem Artikel "Nachbarn schimpfen auf Neubaugebiet"

Eindrücke vom Tag findet ihr unter Impressionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.03.2017

Das unbemerkte verschwinden des Kleingartens -

vom parzellierten Paradies zur grünen Hölle

Allein im Raum Hannover werden in den nächsten Jahren 1.000 Kleingärten, wegen verfehlter Wohnungsbaupolitik platt gemacht.

Hat man eine Parzelle gepachtet ist auf den ersten Blick erstmal alles perfekt, es blüht, grünt, zwitschert & summt, und man kann sprichwörtlich die Früchte seiner Arbeit ernten. Auch die Vereinsmeierei, mit all ihren Regeln und Bestimmungen sowie den obligatorischen Gartenzwergen tut der Glückseligkeit über den eigenen Garten keinen Abbruch. Mit Gartenfreunden werden Gespräche über den Gartenzaun geführt und Tipps & Tricks ausgetauscht. Man wägt sich im Paradies. - Bis, ja bis irgendein Politiker den eigenen Kleingartenverein als verfügbare/bebaubare Fläche auserkürt.


Verfügbar? fragt man sich, mitnichten! Hier ist doch seit hundert Jahren unsere Kleingartenkolonie! Was ist mit dem Bundeskleingartengesetz? Dem Flächennutzungsplan, der uns als Dauerkleingärten ausweist? - Es stellt sich heraus, das BKleinG regelt lediglich die "Abschaffung" einer Kleingartenanlage und dient nicht wirklich dem Schutz der Kleingärtner und Bebauungspläne können relativ einfach geändert werden...

Hier in Lehrte, woher diese Zeilen stammen, fanden Demo's statt, für eine Petition zum Erhalt des KGV Feierabend e.V. wurden fleißig Unterschriften gesammelt, die bei einer Bauratssitzung pressewirksam dem Bürgermeister übergeben wurden - aber all das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Verein soll weichen. Zur sogenannten Bürgerbeteiligung dann, reichte das inzwischen gegründete Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper eine fast 50seitige Einwandsliste ein, und erhielt lediglich die lapidare Antwort, dass das BauGB eine Mitteilung der Auswertung an den Bürger nicht vorsieht... Also Bürgerbeteiligung, nur dann und da, wo es bitteschön auch ins Konzept passt, aber bloß nicht mit den verärgerten Kleingärtnern in den Dialog treten!

Wir finden, wir Kleingärtner brauchen eine Lobby, sollten uns organisieren und zusammen halten. Gemeinsam gegen das Vorgehen vieler Städte angehen, um etwas zu verändern! Sonst wird es vielleicht irgendwann keine Kleingärten mehr geben. Diese wichtigen Grüngürtel inmitten wachsender Städte, der Rückzugsraum für Mensch und Tier. Als betroffene Laubenpieper sind wir bestrebt ein deutschlandweites Netzwerk aufzubauen, um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und Öffentlichkeit zu schaffen! Sowie, sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen.

30.01.2017

Eingaben zur Bürgerbeteiligung

Heute am 30.01.2017 um 9:30 Uhr Ortszeit, haben wir unsere Einwände / Fragen im Zuge der Bürgerbeteiligung, zur Änderung des Flächennutzungsplan für das Gelände des KGV Feierabend, persönlich in der Stadtverwaltung abgegeben!
90 Punkte mit Unterpunkten - insgesamt über 200 Eingaben haben wir in unserem Papier zusammengetragen. Nachzulesen und zu teilen in der eingestellten PDF-Datei links oben! - Nun müssen wir uns in Geduld üben, und warten gespannt auf die Beantwortung / Stellungnahme der Stadt Lehrte.

Antwortschreiben

Ohne Worte...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.12.2016

Pressemitteilung des Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper

Kleingärtner werden ausgehebelt

Bei den Kleingärtnern der Kolonie Feierabend brodelt es - als ob es nicht belastend genug wäre, dass die Stadt Lehrte die Kleingärten zugunsten von Bauland vernichten will, auch intern zwischen dem Vorstand, den Pächtern der Gärten, und dem Bezirksverband gibt es große Schwierigkeiten und Differenzen.

Durch geschicktes Taktieren und Ausbooten des amtierenden Vorstandes ist es dem Bezirksverband gelungen, viele Mitglieder zu verunsichern und Ihnen den Mut zu nehmen. Dem untätigen und mit der Situation überforderten Vorstand wurde die Vollmacht zur Verwaltung der Kleingartenanlage am 21.11. entzogen - angeblich um die Interessen des Vereins zu wahren, die Realität sieht allerdings ganz anders aus!

Der Bezirksverband verhandelt inzwischen allein mit der Stadt über eventuelle Ausgleichsflächen und Entschädigungen, entgegen dem Versprechen von allen Seiten, die Pächter beziehungsweise den KGV Feierabend e.V. in die Gespräche mit einzubinden - davon kann allerdings nicht die Rede sein.  

Seit Monaten kursiert ein vom BV erarbeiteter 12 Punkte Plan, der als Verhandlungsbasis der Stadt Lehrte vorgelegt

wurde - dieser “Plan” ist weder mit dem Vereinsvorstand, noch mit den betroffenen Kleingärtnern besprochen, bzw. wie anfangs angekündigt, gemeinschaftlich überarbeitet worden.

Nun  fordert der BV die Mitglieder im Sinne einer Abfrage auf, bis zum 15.01.2017 auf einer dafür angefertigten Postkarte, eine der folgenden Optionen anzukreuzen:

- ich würde in einer anderen Anlage einen Garten nehmen

- ich würde in eine neue Anlage umsiedeln

- ich würde aufhören

Die Option “Erhalt des Vereins an Ort und Stelle” wird nicht aufgeführt!

Diese Aufforderung entzieht sich unseres Erachtens jeglicher Grundlage, da eine solche Entscheidung erst dann möglich ist, wenn die Bedingungen (neue Lauben, Anpflanzungen, Wege, Entschädigungszahlungen, etc.) für einen möglichen Umzug von allen Parteien zusammen erörtert wurden.

Das Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper, gegründet am 13.11. nimmt das Verhalten des Vereinsvorstands sowie des Bezirksverbands nicht länger wortlos hin! - Wir (eine Gruppe von Mitgliedern, passionierten Kleingärtnern und gleichgesinnten BürgerInnen) haben uns dem Erhalt des Vereins an Ort und Stelle verschrieben und werden das gesamte Bebauungsplanverfahren kritisch begleiten, sowie alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um die Kleingartenanlage, die nun schon seit 89 Jahren besteht, zu erhalten.

Ein Antrag auf Mitgliederversammlung, um Neuwahlen durchführen zu können und einen neuen engagierten Vorstand aufzustellen, wurde vor dem zuständigen Amtsgericht zwar durchgesetzt, doch der Termin rein zufällig auf Ende Januar festgesetzt - genau dann, wenn die Bürgerbeteiligung zum neuen Flächennutzungsplan abläuft.

Dies ist aus unserer Sicht reines Kalkül - mit gelebter Demokratie und einem Miteinander hat das alles nichts mehr zu tun.

Daher bitten wir hiermit offiziell den Bezirksverband Lehrte der Kleingärtner, sowie die Stadt Lehrte die Verhandlungen ruhen zu lassen, bis ein neuer handlungsfähiger Vereinsvorstand, der die Interessen aller Mitglieder wahrnehmen wird,  gewählt wurde.

Alle Lehrter, Nachbarn der Kolonie Feierabend, und Gartenfreunde sind herzlich eingeladen uns in unserem Vorhaben, den Verein an Ort und Stelle zu erhalten zu unterstützen! - Kontakt zum Aktionsbündnis kann jeder unter

lehrter-laubenpieper-aktionsbuendnis@gmx.de aufnehmen. Einwände und Fragen zur Bebauung, können ganz offiziell, zwischen dem 27.12.2016 und 30.01.2017 formlos an das zuständige Fachamt ins Rathaus geschickt werden.


 

Gut Grün, vom Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper

18.11.2016

Rundbrief Adventskaffee

Vom Aktionsbündnis Lehrter Laubenpieper

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

dieses Schreiben richtet sich an alle Kämpfer, Zweifler und Resignierten.

Wir sind eine Gruppe aus eurer Mitte, haben jahrelang gemeinsam gegärtnert, einen Plausch über den Gartenzaun gehalten und uns gegenseitig geholfen.

 

Wir wollen unseren Verein an Ort und Stelle erhalten!

Da wir uns vom jetzigen Vorstand in diesem Bestreben nicht genügend unterstützt fühlen, sowie zu wenig Informationen über die uns alle belangenden Treffen mit Bezirksverband und Stadt weitergegeben werden, haben wir beschlossen von unserem Recht Gebrauch zu machen und einen Antrag auf Mitgliederversammlung gestellt – um demokratisch über eine Neuwahl zu diskutieren und abzustimmen.

 

Wir möchten ausdrücklich betonen, dass dies nicht gegen einzelne Mitglieder des Vorstandes geht - von ihnen wurde viele Jahre gute Arbeit geleistet. Es geht uns darum, auch neue Kräfte zu integrieren, um die vielfältigen und umfangreichen neuen Aufgaben und Verhandlungen zu bewältigen und schnell reagieren zu können. Wir möchten, dass alle Mitglieder mitgenommen werden und sich mit ihren Ängsten und Sorgen ernsthaft beschäftigt wird. - Ein gutes Beispiel dafür ist der 12 Punkte Plan des BV, der immer noch nicht gemeinsam besprochen wurde.

 

Wir alle lieben doch unser „grünes Paradies“ und möchten dies behalten, wollen weiterhin zusammen in unserer fast 90jährigen Kolonie gärtnern und uns an dem erfreuen was teilweise über Jahrzehnte hinweg geschaffen wurde. Gerade unseren älteren Vereinsmitglieder sollen auch noch viele Jahre Ihre Gärten genießen können, denn für einen Neuanfang reicht oft die Kraft nicht mehr. Auch ist zu bedenken, dass der Anfahrtsweg zu einer eventuellen neuen

zugewiesen Gartenfläche für viele Vereinsmitglieder ein großes Problem darstellt - nicht jeder ist motorisiert.

 

Bitte gebt nicht auf! Lasst uns diese Situation als Möglichkeit sehen, gemeinsam etwas Großes zu erreichen - wir können diesen Kampf gewinnen! Und seid daran erinnert, dass egal was passiert, wir auf jeden Fall noch 2 volle Jahre unsere Gärten haben – also bleibt und glaubt an den Verein, es wurden schon weniger aussichtsreiche Schlachten gewonnen!

 

Wir haben uns derweil auf die Suche nach Bündnispartnern und Beratern gemacht, und sind schnell fündig geworden! Seit kurzer Zeit unterstützt uns das "Aktionsbündnis gegen Kleingartenzerstörung" aus Hannover, dort haben die Mitglieder und Vereine ähnliche Probleme wie unser KGV – siehe beigelegten Flyer. Auch der Verband deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), der sich aktiv für den Erhalt des Kleingartens in Deutschland einsetzt, will mit uns zusammenarbeiten - von deren Erfahrungen und der hauseigenen „kampferprobten“ Rechtsabteilung werden wir sehr profitieren.

 

Natürlich sind wir auch über jede gute Idee aus unseren eigenen Reihen dankbar, wir sollten alle legalen Möglichkeiten ausschöpfen, um unseren Kleingärtnerverein am jetzigen Standort zu erhalten!

Diese Situation hat deutlich gezeigt wie wichtig Zusammenhalt und ein ganzjähriges reges Vereinsleben ist, beim gemütlichen Zusammensein kann man sich gegenseitig ermutigen und neue Kraft tanken.

 

Daher laden wir alle Vereinsmitglieder und Mitgärtner herzlich ein, zum kostenlosen Adventskaffee mit Kuchen und Plätzchen - am Sonntag den 04.12.2016 um 15 Uhr in unserem Vereinsheim.

Wir hoffen auf eine große Runde und angeregte Gespräche - Kuchenspenden für das Buffet,

oder ein kleiner Obolus für die Kaffeekasse sind erwünscht, aber keineswegs Pflicht.

 

In diesem Sinne ein „Gut Grün“, und auf weitere 89 Jahre KGV Feierabend!

Lehrte, den 18.11.2016

Bei Rückfragen und für mehr Informationen, erreicht ihr uns unter: lehrter-laubenpieper-aktionsbuendnis@gmx.de